Die Serenata 2026

MBO – die Schule der Möglichkeiten! Der klassische Musikabend „Serenata“, den der Fachbereich Musik am 19. und 20. März in der großen Aula veranstaltete, repräsentiert dieses Schulmotto in besondere Weise. Ca. 330 aktiv beteiligte, musizierende Schüler*innen aus allen Jahrgängen, 21 Musikbeiträge aus der Welt der sog. „Klassik“, davon 3 Beiträge einzelner Schüler*innen oder Duos, mehr als 2 Stunden (netto) an Musik und alle Beiträge auf außerordentlich hohem musikalischen und pädagogischen Niveau – es war ein Fest, ein Abend der Superlative.

 

In diesem Jahr wurde bei der Serenata erstmals ein neues Bühnenkonzept angewandt, das den Gesamtklang in der großen Aula deutlich verbesserte und weniger Umbauten erforderte. Das war ein voller Erfolg, die sensible klassische Musik mit teilweise sehr leisen Passagen wurde auf diese Weise gekonnt und detailreich ins Publikum getragen, war überall gut zu hören so dass die Spannungskurve niemals abfiel. Auch das optische Moment dieses Konzeptes war gut erkennbar, sah doch die Bühne in diesem Jahr viel professioneller aus und vermittelte schon etwas Philharmonie-Flair.

 

Doch im Mittelpunkt des Abends standen natürlich die Schüler*innen. Alle Beiträge zu besprechen, würde hier den Rahmen des Beitrages sprengen, daher sei dem Autor erlaubt, allgemeiner zu schreiben und nur einzelne Beiträge direkt zu erwähnen.

 

Die Wahlpflichtkurse aus dem Bereich WP und WB stachen in diesem Jahr besonders heraus. Sie bestehen weitgehend aus Schüler*innen, die nicht Teil der Musik-Neigungsklassen sind. Sie waren mit der berühmten Schwanensee-Melodie von P. Tschaikowsky und mit der großartigen Air von J.S. Bach vertreten. Der WP-Kurs des achten Jahrgangs wagte sich an einen besonderen und herausfordernden Leckerbissen heran. Er führte in halbszenischer Weise und mit großem musikalischem Bogen das speziell arrangierte „Lacrimosa“ aus dem Requiem von W.A. Mozart auf.

 

Die MBO hat drei (!) Chöre zu bieten. Der Mittelstufenchor mit ca. 30 Mitgliedern widmete sich dem romantischen deutschen Volkslied, der Chor des 11. Jahrgangs mit ca. 40 Mitgliedern zeigte ein ukrainisches Volkslied und gemeinsam mit dem Schulorchester das bekannte „Adiemus“ von Karl Jenkins. Der Chor der Jahrgänge 12 und 13 mit ca. 75 Mitgliedern zeigte dann, wie wichtig das gemeinsame Musikmachen vielen Schüler*innen der Oberstufe neben dem Klausur- und Lernstress ist.  Er präsentierte das wunderbare und sehr bekannte vierstimmige „Ave Verum Corpus“ von Mozart und „Baba Yetu“, ein zeitgenössisches Chorwerk von Christopher Tin, das Traditionen des afrikanischen Kontinents aufgreift. Die Werke der beiden Oberstufenchöre wurden auf einer gemeinsamen Chorreise im Januar intensiv geprobt. An diesem tollen Abend überzeugten alle drei Chöre mit einem außerordentlich homogenen Chorklang, schönem Ausdruck und glockenreiner Intonation.

 

Das Schulorchester der MBO präsentierte sich in besonderer Weise, es eröffnete den Abend mit dem Titel „He’s a Pirate“ aus der Filmmusik zu „Fluch der Karibik“. Das Orchester trat in jüngerer Vergangenheit besonders in Erscheinung. Beim großen MBOClassixx -Konzert durften die Schüler*innen des Orchesters gemeinsam mit dem durch junge Instrumentalisten und Akademisten der großen Berliner Orchester professionell besetzten Hauptstadt-Sinfonieorchesters in gemischter Besetzung spielen. Das Orchester wird auch innerhalb der MBO zunehmend in gemeinsame Projekte mit den Chören oder anderen Ensembles eingebunden. Die Thematik des Piratentums wurde dann am Ende des Abends von der Buber-Big-Band aufgegriffen, die sehr ergreifend das Lied der Seeräuberjenny aus der Dreigroschenoper von Kurt Weill und Bertold Brecht präsentierte und sich – als traditionell dem Jazz verpflichtet – an einer besonderen Version dieses Liedes von Nina Simone orientierte.

 

Man könnte jetzt ewig weiterschreiben, aber um des Umfanges dieses Beitrages willen seien hier nur kurz erwähnt: Die Musikklassen 7 bis 10, die sich Werken der in diesen Schuljahren besprochenen Epochen widmeten, von Henry Purcell (Barock) bis zu einer ergreifenden Interpretation des Bolero von Maurice Ravel. Das Modul „Jugend dirigiert“, durch das zwei Beiträge von Mik Steinbach aus dem 11. Jahrgang dirigiert wurden, die Profil- und Leistungskurse, die sich z.T. an echte Arien aus der Zauberflöte von Mozart wagten, die „Cool Cats“, eigentlich ein Jazzrock-Ensemble der Mittelstufe, das ein eigenes Arrangement zur Erinnerung an Charlie Parker präsentierte, und die drei großartigen Einzelbeiträge von Matvii Kozlov (Klavier), Gregor Leishman / Carlotta Zander (Violine / Klavier) und Ringo Schubert / Enno Preis (Gitarre / Klavier).

Am Ende des Abends zeigte sich dann noch einmal in konzentrierter Form, wie sehr der Fachbereich Musik an der MBO vom Gedanken der Gemeinsamkeit getragen wird. Das Schulorchester, alle drei Chöre, und das gesamte Musikkollegium brachten in fulminanter Weise „Fortune Plango Vulnera“ und das berühmte und ergreifende „Oh Fortuna“ aus der „Carmina Burana“ von Carl Orff auf die Bühne. Was für ein Abschluss!

 

Ein großer Dank ist an dieser Stelle auch an das Modul „Bühnen- und Tontechnik“ , den Schulsanitätsdienst und an das Modul „Fotografie“ zu richten. In allen drei Bereichen sind viele Schüler*innen der MBO mit unverzichtbaren Aufgaben betraut und fest eingebunden. Last not least gilt auch dem Team der Moderator*innen aus dem 12. Jahrgang ein großer Dank. Liny, Carlotta und Dominik führten das Publikum nicht nur galant durch den Abend, sie trugen auch wichtige Informationen über die Werke und die Auftretenden in die Zuschauerschaft.

Welche Möglichkeiten wurden an diesem grandiosen Abend sichtbar, Möglichkeiten, die sich an der MBO einer großen Fülle verschiedenster Schüler*innen aus allen Schulbereichen bieten.

(N. Hübner)

 

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